Weitere Impressionen aus dem Königsberger Gebiet

Königsberg, die Krönungsstadt der preußischen Könige

Viel hat sich verändert in der ehemaligen Krönungsstadt der preußischen Könige, der Stadt Simon Dachs und Kants. Der wiederhergestellte Dom mit der neuen wohlklingenden Orgel, die vielen teuren Wagen, der rasante Verkehr, die großangelegte Werbung für neue Wohnungen, Ikea und wahre Einkaufspaläste.

Zwischen belebten Straßen gepflegte Zeugnisse der Vergangenheit: das Grab Immanuel Kants, Schlossteich und Stadthalle, das Schillerdenkmal, Theater und alte Wohnviertel mit ihren Kirchen, Zoo und Friedhof, die alten Festungsanlagen, in deren Türmen interessante Museen sind. Neu sind luxuriöse Hotels und Gaststätten nahe dem alten Dom.

Kaliningrad, Dom

Rauschen, Strand

Die Stadt lebt. Und nicht nur hier wird gebaut, gekauft und verkauft, sondern auch im waldigen Rauschen/Svetlogorsk und in Cranz/Selenogradsk. Von weit her kommt man, investiert und urlaubt, denn so schönen Strand hat weder Moskau noch St. Petersburg. Wo noch vor wenigen Jahren in Palmnicken/JantarnyBagger und Lkws standen, säumen nun Sonnenschirme den Strand.

Königsberg, heute Kaliningrad,

gehört seit dem Ende des 2. Weltkrieges zu Rußland. Einst war sie das blühende kulturelle und wirtschaftliche Zentrum Ostpreußens. Den historisch Interessierten informiert das "Handbuch der historischen Stätten" und die in Kaliningrad redigierte deutschsprachige Zeitung "Königsberger Express". Viele Kaliningrader vermissen bis heute eine hoffnungsvolle, politische Perspektive.

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Das Samland mit Sandstränden und seinen markanten Felswänden

gehört zu den markantesten Küsten der Ostsee. Rauschen/ Svetlogorsk, die traditionelle Königsberger Sommerfrische im Grünen, hat seine Atmosphäre einigermaßen bewahren können. Spazierwege und Gaststätten laden ein und Straßenhändler bieten hier wie in Königsberg Interessantes für deutsche Besucher.
Der Bernsteinabbau ist kaum mehr wahrnehmbar. Namen wie Palmnicken, Neukuhren, Rauschen, Cranz, Tapiau, Georgenburg, Tilsit und Labiau sind vielen Taxifahrern ebenso bekannt wie das Gestüt bei Insterburg.

Engagierte Bürger bewahren auch in kleinen Orten Relikte der Vergangenheit. Wir reservieren gerne einen zuverlässigen, ortskundigen, deutsch sprechenden Fahrer für Ihre Ausflüge durch alte Alleen im Kaliningrader Gebiet. Fährt man nach Gilge, so sieht man nun intakte Entwässerungsanlagen. Hohe Leitplanken säumen die Straße, die den schnellen Autofahrer, weniger die Elche erfreuen.

 

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Rauschen, Strand

Ortskundige und oft erstaunlich gut informierte Fahrer

stehen bereit, deutsche Gäste in die weite Landschaft zu begleiten - auf alten Alleen zu ostpreußischen Städtchen wie Tapiau, Insterburg, Tilsit und Labiau. Einige Orte, wie Fischhausen oder Wehlau, sind fast vom Erdboden verschwunden. Auch abseits der Städte gibt es viel zu entdecken: Das Gestüt bei Insterburg, die Flusslandschaft bei Gilge, den ersten deutschen Soldatenfriedhof bei Germau nahe der Samlandküste, die Reste der Ordensburg Schaaken.

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Der russische Teil der Kurischen Nehrung

Auch die russische Hälfte der Kurischen Nehrung ist als Urlaubsziel entdeckt. Leider? Die großen Dünen, die Vogelberingungsstation Fringilla und das ornithologische Institut in Rossitten/Rybatschij, 1901 von Johannes Thienemann gegründet, ziehen viele Besucher an. Zu hoffen ist, dass der Schutz dieser Landschaft und der Tiere gewahrt und sie dennoch für rücksichtsvolle Wanderer offen bleiben wird.